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Fokus - Fiberoptik Kurs

Kategorie
Fort-/Weiterbildung
Dates

13. Dezember 2027 16:15 - 20:10

Veranstaltungsort
Berliner Simulations- & Trainingszentrum
E-Mail
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Ansprechpartner
Christine Kerl
Rabatt für DIVI-Mitglieder?
Nein

Klinische Relevanz:

Das Atemwegsmanagement ist fundamentaler Teil der klinischen Praxis für Anästhesist*innen im perioperativen Setting. Dabei können anatomische und physiologische Patient*innenfaktoren ebenso wie der operative Zugang und Besonderheiten des Operationsgebiets dazu führen, dass die Atemwegssicherung nicht dem Standard einer orotrachealen Intubation entspricht, sondern in einer besonderen Art und Weise durchgeführt werden muss. Dabei ist die sichere Etablierung des Atemwegs die Grundlage für die suffiziente Oxygenierung und sichert somit das Patient*innenüberleben. Das ist besonders wichtig für Patient*innen, bei denen es Hinweise für einen schwierigen Atemweg gibt. Entsprechend der S1-Leitlinie zum Atemwegsmanagement von 2023 ist die fiberoptische Wachintubation weiterhin Goldstandard bei der Narkoseeinleitung von Patient*innen mit erwartet schwierigen Atemweg. Durch die Einführung der Videolaryngoskopie tritt die fiberoptische Intubation in der klinischen Praxis immer weiter in den Hintergrund. In den Situationen, in der diese jedoch indiziert ist, fehlt häufig der geübte Umgang bei der Vorbereitung, der Kommunikation und der Durchführung. Dabei ist gerade bei dieser Maßnahme ein sicherer und routinierter Ablauf von höchster Relevanz für das Wohlsein und Überleben unserer Patient*innen. Neben der Intubation beim schwierigen Atemweg ist auch die Extubation bei diesem Patientenklientel eine Herausforderung, da bei insuffizienter Spontanatmung oder postoperativer Schwellung eine Re-Intubation häufig wesentlich erschwert oder sogar unmöglich sein kann. Aus diesem Grund ist in dem Zusammenhang einer erschwerten Intubation das Trainieren der Extubation inklusive Planung und Kommunikation im Team unerlässlich.

In diesem praktischen Kurs trainieren wir im Team alle Aspekte der fiberoptischen (Wach)intubation und der Wachvideolaryngoskopie als mögliche Alternative.

 

Lernkonzept und Lernziele:

Das vorliegende Blended Learning Konzept besteht aus einem eLearning und einem vierstündigen Präsenzkurs. Vor Kursbeginn werden theoretische Grundlagen im Selbststudium erarbeitet. Anschließend fokussiert der Workshop auf die praktische Umsetzung des Gelernten und bietet im Rahmen von Skill Stations und simulierten klinischen Situationen die Möglichkeit, die Umsetzung mit gezieltem Feedback zu trainieren. In den Skill Stations werden vor allem praktische Fertigkeiten geübt und vertieft. Es erfolgt eine Superversion mit gezieltem Feedback durch erfahrene Kurs-Instruktor*innen. Während der Simulationsszenarien wird in einer realitätsnahen Arbeitsumgebung eine alltägliche Situation im Operationssaal nachgestellt. Das ermöglicht den Teilnehmenden die realistischen Abläufe mit allen dazu notwendigen Materialien und Befunden zu erleben und anschließend im gemeinsamen Debriefing nachzusprechen. Hier haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, sich über Behandlungsstrategien, Standards und andere Fragen auszutauschen. Neben den wichtigen klinischen theoretischen und praktischen Inhalten sind die Aspekte des CRM (Crisis Ressource Management) immer Teil der gemeinsamen Nachbesprechung. Gerade in Notfallsituationen ist das Arbeiten und die Kommunikation im Team entscheidend für das klinische Outcome. 

 

Die CME-Zertifizierung durch die Ärztekammer Berlin ist beantragt. Die im Kurs von allen Teilnehmenden durchzuführenden fiberoptischen Techniken, einschließlich der fiberoptischen Intubationen, sind gemäß der Weiterbildungsordnung 2021 - Facharzt/Fachärztin für Anästhesiologie - als durch Simulation erworbene Handlungskompetenzen anrechenbar – bis zu 50 % der geforderten 25 fiberoptischen Prozeduren.

 
 

Alle Daten

  • 13. Dezember 2027 16:15 - 20:10