Resilienzbegleiter:in und -multiplikator:in
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Die wichtigsten Informationen auf einen Blick
Kursidee
Das Wissen um die eigenen Resilienzfaktoren und die Anwendung konkreter Maßnahmen sind wichtig, um in einem komplexen Berufsumfeld stark, dynamisch und gesund zu bleiben. Hierbei umfasst das Seminar Resilienz- BegleiterIn und -Multiplikatorin Schulungen zu Stressbewältigungs- und Resilienzmethoden auf individueller und Organisationsebene sowie die Ausbildung von Resilienz- begleiterInnen und AusbilderInnen/ MultiplikatorInnen für Ihre Klinik.
Zielgruppen
- MitarbeiterInnen der Intensiv- und Notfallmedizin
- MitarbeiterInnen aus Berufsgruppen, die an der Patientenversorgung beteiligt sind
- MitarbeiterInnen aus der präklinischen Versorgung
Kursgebühren
- DIVI - Mitglied €740,-
- Nicht - DIVI Mitglied €820,-
alle Teilnahmegebühren zzgl. €3,90 Systemgebühr)
In der Kursgebühr enthalten:
- 3 Tage Theorie und Praxis in Präsenz
- Kursunterlagen digital
- Kaffee, Tee, kalte Getränke und Kekse

Mitglied werden und von reduzierten Kursgebühren profitieren. Hier geht es zum Mitgliedsantrag
Resilienzbegleiter:in und -multiplikator:in
Die Ziele des Seminars sind:
- Ausbildung von Resilienz-begleiterInnen und AusbilderInnen/ MultiplikatorInnen für Ihre Klinik
- Stärkung der Resilienz auf individueller und Organisationsebene
- Schulungen zu Stressbewältigungs- und Resilienzmethoden im Arbeitsalltag
- Stärkung der Gesundheitskompetenz und Leistungsfähigkeit
Erleben Sie in drei intensiven Tagen, wie Sie Ihre persönliche Resilienz stärken und zugleich Ihr Team und Ihre Klinik nachhaltig unterstützen können.
In praxisnahen Übungen lernen Sie Strategien zur Stressbewältigung und gesunden Selbstführung kennen. Am dritten Tag erwerben Sie den DIVI-zertifizierten Status als Resilienz-Begleiter:in und -Multiplikator:in – und sind damit befähigt, das Gelernte an Ihre Kolleg:innen weiterzugeben.
Bleiben Sie stark, gesund und handlungsfähig – auch unter schwierigen Bedingungen – und helfen Sie, Resilienz in Ihrer Organisation fest zu verankern
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Tag 1 und 2
An den ersten beiden Tagen geht es um die Wissensvermittlung über das Thema Resilienz sowie praktische Kompetenz in der Anwendung und Umsetzung bezogen auf Ihre eigene Person, Ihr Team und Ihre Organisation. Hierbei nimmt der erste Tag die eigene Resilienz in den Fokus, während der zweite Tag auf die organisationsbezogenen Faktoren anhand von praktischen Übungen sowie Best-Practice-Modellen gezielt eingeht. Hierdurch werden Sie ermächtigt, diese Themen mit ihn Ihre Klinik zu nehmen.
Tag 3
Am dritten Tag erwerben Sie den Status „Resilienz- BegleiterIn und -MultiplikatorIn“. Sie werden befugt, die Inhalte des ersten Tages als DIVI- zertifiziertes Modul in Ihrer Klinik zu schulen. MultiplikatorInnen übernehmen hierbei eins zu eins den Inhalt des ersten Tages und werden didaktisch befähigt, diesen zu unterrichten. Hierzu erhalten Sie ein Handbuch und sämtliches Kursmaterial.
Resilienzbegleiterin: „Der Wow-Effekt entsteht durch Erfahrung!“
(26.02.2026) Eigentlich war es Zufall! Eva Michaels Mann las im Ärzteblatt über den Kurs der DIVI-Akademie Resilienzbegleiter:in und -multiplikator:in. „Das ist etwas für dich, sagte er. Dabei wusste ich damals noch nicht einmal, was Resilienz genau bedeutet – auch wenn ich bereits Entspannungstrainerin und Atemcoach war“, erinnert sich die Fachkinderkrankenschwester für Änasthesie- und Intensivpflege, die im Universitätsklinikum Düsseldorf arbeitet. Der dreitägige Kurs hat dann aber ein Feuer entfacht, dass bis heute Kreise zieht! Ein Gespräch über Resilienz, Peer-Support und neue Wege im Klinikalltag.
- Frau Michael, heute treiben Sie das Thema Resilienz und Peer-Support in Ihrer Klinik aktiv voran. Wenn Sie zurück an den Start denken: Was war bei diesem Kurs der DIVI-Akademie anders als bei anderen Fortbildungen?
Eva Michael: „Die Atmosphäre! Es war ein sehr gut strukturierter und logisch aufgebauter Kurs, aber gleichzeitig sehr abwechslungsreich. Wir waren 8 Teilnehmende, und hatten innerhalb des Kurses Raum und Zeit, uns ausführlich auszutauschen. Theorie und Praxis waren perfekt gemischt, niemand musste sich verstellen. Und wir waren ganz viele unterschiedliche Typen: Pflegedienstleitung, Kinderkrankenschwester ohne Fachweiterbildung, mit Fachweiterbildung, eine Ärztin aus der Notaufnahme und auch ein nicht medizinisch tätiger Kursteilnehmer war dabei. Dieser Kurs war einfach toll! Wir haben unfassbar viel gelacht. Aber wir waren gleichzeitig auch sehr ehrlich miteinander.
Bis heute haben wir Kontakt über eine WhatsApp-Gruppe. Wenn einer von uns eine Frage hat, kommen sofort Rückmeldungen aus ganz unterschiedlichen Kliniken. Dieses Netzwerk ist unbezahlbar!“
- Was hat der Kurs bei Ihnen persönlich verändert?
M.: „Sehr viel. Das Resilienztraining hat mich selbst verändert. Ich habe gelernt, in stressigen Situationen innezuhalten. Früher hätte ich sofort reagiert - und das nicht immer so wie ich es mir rückblickend gewünscht hätte. Heute kann ich einen Moment warten, einen Satz sagen, mich kurz herausnehmen, die Situation für mich bewerten – und dann wieder zurückgehen.
Ich hatte inzwischen viele Momente, in denen ich dachte: Wow, vor ein paar Monaten hättest du ganz anders reagiert.“
- Warum sind Resilienz wie auch Peer-Support gerade in der Pädiatrie so wichtig?
E.M.: „Weil wir nicht nur Kinder betreuen, sondern auch deren Eltern. Die emotionale Belastung ist enorm. Wir müssen deshalb anders arbeiten und mehr auf uns selbst achten als in vielen anderen Fachbereichen.“
- Der Kurs scheint sehr viel bei Ihnen – und damit auch in ihrem Umfeld – angestoßen zu haben.
M.: „Auf jeden Fall. Mir sind zurück in der Klinik viele Dinge viel bewusster aufgefallen, klarer geworden. Unsere Mitarbeitenden sind oft völlig erschöpft. Mir ist bewusst geworden, wie wichtig Resilienz in der Pflege und für die Pflege ist, denn nur resilientes und stabiles Pflegepersonal kann empathisch und stark pflegen!“
- Und das packen Sie jetzt an!
E.M.: „Genau! Ich habe Begeisterung in anderen wecken können. Meine Pflegedienstleitung, der leitende Oberarzt und eine Oberärztin der Kinderklinik unterstützen mich beim Aufbau von Resilienz-Kompetenzen, einem Kursangebot für die Mitarbeitenden, der Implementierung eines Peers Supports in der Kinderklinik der Uni Düsseldorf und einem Netzwerk für selbigen. Und natürlich braucht man eine Menge Wissen. So wollte ich nach dem DIVI-Kurs weitermachen, mehr erfahren und habe über eine Fernschule die Ausbildung zur Resilienztrainerin absolviert. Im Rahmen meiner Abschlussarbeit zur Resilienztrainerin habe ich einen Acht-Stunden-Kurs für die Pflegenden bei uns in der Klinik erarbeitet. Im November habe ich die drei Module bei PSU-Akut e.V. zum Peer abgeschlossen.“
- Respekt! Das klingt nach viel Arbeit.
M.: „Tatsächlich ist der Aufbau der Strukturen für den Peer-Support komplexer als man denkt. Personalrat, Betriebsarzt, Datenschutz, Gleichstellungsbeauftragte… alle müssen eingebunden werden. Mein Konzept für die Implementierung des Peer Supports umfasst inzwischen rund 30 Seiten. Aber ich bin begeistert von der Möglichkeit, einen niederschwelligen Support nach einem schwerwiegenden Ereignis anbieten zu können, weil wir es brauchen – und weil ich absolut überzeugt davon bin, dass wir hierdurch Lösungen und Hilfen für viele Kollegen anbieten können.“
- Gab es einen Moment, der Ihnen besonders gezeigt hat, wie wichtig das Thema ist? Das Sie den richtigen Weg eingeschlagen haben?
M.: „Ja. Ich habe eine Kollegin, die immer gut gelaunt war – wirklich immer. Und plötzlich hatte sie ein schweres Burnout. Das hat mich sehr nachdenklich gemacht. Man sieht oft nicht, wie es Menschen wirklich geht. Und wenn es so weit ist, dann bin ich natürlich nicht mehr kompetent genug, um zu helfen. Aber früher anzusetzen, es gar nicht so weit kommen zu lassen, das möchte ich schaffen. Nach schwierigen Situationen brauchen Mitarbeitende jemanden, der zuhört, Orientierung gibt und auch erkennt, wann professionelle Hilfe notwendig wird. Der Peer ersetzt keine Therapie, das soll er auch nicht, aber er sorgt dafür, dass niemand sich alleine gelassen fühlt.“
- Ihr Wunsch für die Zukunft?
E.M.: „Ich habe inzwischen einen festen Projekttag pro Woche und sogar einen Ort, an dem ich in Ruhe arbeiten kann. Mein Ziel wäre natürlich am liebsten sofort loszulegen – aber solche Prozesse brauchen Zeit. Wenn mein Projekt auf fruchtbaren Boden fällt, werden neun Peers in der Kinderklinik gebraucht. Aktuell bin ich dort alleine. Acht fehlen also noch. Wenn das Konzept genehmigt wird, ist das erst der Startschuss. Fernziel ist eine Implementierung in der ganzen Uniklinik.
Und so wünsche ich mir natürlich, dass die Begeisterung für Resilienz und / oder Peer-Support auch in anderen geweckt wird und überall neue Leuchttürme entstehen.
Und vor allem wünsche ich mir, dass wir mit alten Glaubenssätzen aufräumen. Ein Das gehört einfach dazu, wenn es um schwerwiegende Ereignisse in der Pflege geht, ist Quatsch. Damit muss Schluss sein! Nach einer Situation, die die Pflege erschüttert, muss jeder wissen: Das war eine schwerwiegende Situation und die Reaktion darauf, ist ganz normal. Keiner muss tapfer sein als Second Victim in der Pflege. Das ist sehr wichtig!“
28 CME Punkte
Der Kurs ist bei der LÄK Berlin zertifiziert.
Beruflich Pflegende erhalten 12 Punkte
Der Kurs ist anrechenbar auf die Pflegeweiterbildung für Praxisleiter (bis zu 24h)
DIVI-Akademie
Schumannstr. 2
10117 Berlin
s. AGB § 4. Rücktritt durch den Teilnehmer
Ansprechpartner
Astrid Biess
Referentin der DIVI-Akademie
Was unsere Teilnehmer sagen:
"Toller Mix der Berufsgruppen. Das sorgt für einen Austausch."
Die freundliche und kompetente Art der Dozentinnen. Wertschätzung gegenüber allen. Kompetente Wissensvermittlung,_. _
"Die tolle Atmosphäre, die kleine Gruppe, die Offenheit, die vielen verschiedenen Hintergrundinfos"
Austausch mit Teilnehmern und Dozenten
"Ausrichtung an Weitergabe der Inhalte im eigenen Arbeitsbereich"
"Tolle Methoden und abwechslungsreiche Interaktionen. Dozent:innen sind Expertinnen auf dem Gebiet."
"Die Dozent:innen waren ebenso wie die Teilnehmer sehr sympathisch, die Stimmung war von Anfang an sehr positiv und vertraut. Insgesamt fand ich das Thema sehr gut aufbereitet und vorgestellt."
Es hat super viel Spaß gemacht. Eine absolute Bereicherune: für mich. Vielen Dank!
Impressionen aus dem Kurs





