Aktuelle Meldungen
7500 Euro für praxisnahe und wissenschaftlich fundierte Projekte

DIVI und Philips schreiben wieder den Forschungsförderpreis Patientensicherheit aus! Die Steigerung der Sicherheit der uns anvertrauten Patienten ist eine der drängendsten aktuellen Herausforderungen. Wachsende Resilienz, verbesserte Lehr- und Ausbildungskonzepte, optimierte Team-Zusammenarbeit, innovative Versorgungsstrukturen, schonendere diagnostische und therapeutische Methoden, sinnvolle Maßnahmen der Digitalisierung und patientenzentrierte Nutzung von Daten bieten das Potenzial, unsere Arbeit für die Patienten sicherer zu machen, oder Komplikationen und „unbemerkte“ Verschlechterungen, früh zu erkennen oder gezielter reagieren zu können. Eine wissenschaftliche Begleitung solcher Vorhaben soll mit diesem Preis gefördert werden. Dotiert ist dieser mit 7.500 Euro. Deadline ist der 15. August 2026.
Der Preis steht Medizinern und allen Gesundheitsfachberufen offen, deren klinisch orientierte – gerne auch interprofessionelle – Forschungsvorhaben und -projekte zur Verbesserung der Patientensicherheit in der Intensivmedizin oder Notfallmedizin im D-A-CH-Bereich beitragen möchten.
Bericht aus dem Präsidium: Für mehr Transparenz und Einblick in die DIVI-Strukturen | Teil 1: So entsteht der Kongress der DIVI

Wie wird man Teil des Präsidiums? Wer entscheidet über Inhalte der Schwerpunktthemen innerhalb der Fachgesellschaft? Und wie entsteht eigentlich das wissenschaftliche Programm des Kongresses der DIVI? Mit einer neuen Informationsinitiative, dem regelmäßigen Bericht aus dem Präsidium, möchte die DIVI mehr Einblicke in zentrale Prozesse geben. „Viele unserer Mitglieder wissen gar nicht genau, wie sie sich einbringen können oder wie Entscheidungen zustande kommen“, erklärt DIVI-Präsident Prof. Florian Hoffmann (Foto). „Das wollen wir ändern – durch mehr Offenheit und eine klare Kommunikation unserer Strukturen.“
DIVI-ANNA-Kurs mit Ahnefeld-Preis ausgezeichnet

Für die Etablierung des bundesweit standardisierten Kurskonzeptes „Atemwegsmanagement und Narkose in Notfall- und Akutmedizin“, kurz ANNA-Kurs der DIVI, hat die Arbeitsgemeinschaft der Südwestdeutschen Notärzte (AGSWN) das ANNA-Kurskomitee mit dem renommierten Friedrich-Wilhelm-Ahnefeld-Preis ausgezeichnet. Dieser wird alle zwei Jahre an Leuchtturmprojekte und Best-Practice-Modelle in der Notfallmedizin verliehen.
DIVI-Akademie: AKI-NET-Kurs im September in Solingen

Die DIVI-Akademie organisiert vom 24. bis 25. September wieder einen zertifizierten AKI-NET-Kurs, ein zweitägiges Blockseminar zum Akuten Nierenversagen und der Nierenersatz-Therapie. Vermittelt werden vor allem interprofessionelle Anwendungen von Nierenersatzsystemen in Theorie und Praxis. Der Kurs ist speziell für erfahrene Ärzt:innen sowie Pflegekräfte auf Intensivstationen konzipiert, um die patientenzentrierte Zusammenarbeit zu fördern. Die Anmeldung ist ab sofort möglich.
„Die Nierenersatztherapie beim akuten Nierenversagen ist weit mehr als Technik. Sie ist eine kontinuierliche klinische Entscheidungssituation, in der Timing, Indikation und Individualisierung über Prognose und Komplikationen entscheiden“, so der med-wiss. Leiter des AKI-NET-Kurses, PD Dr. Michael Schmitz, Chefarzt des Städtischen Klinikums Solingen. „Gleichzeitig betrifft die Nierenersatztherapie zentrale Aspekte wie Säure-Base-Haushalt, Ernährung, Medikamentendosierung und die strukturierte Nachsorge – und geht damit weit über die eigentliche Dialyse hinaus. Sie betrifft das gesamte Management unserer Patienten.“
DIVI-Schwangerenregister: Durch Datenbank Versorgung werdender Mütter verbessern

Wie viele Schwangere und Frauen kurz nach der Entbindung wurden in den letzten Jahren, Monaten oder Wochen auf deutschen Intensivstationen behandelt? Diese Frage treibt Prof. Thomas Standl, med.-wiss. Leiter des DIVI-Schwangerenregisters, bereits seit Jahren um. „Denn ihre Behandlung stellt uns immer wieder vor ganz besondere Herausforderungen“, erklärt Standl und ruft alle Kolleg:innen auf, Falldaten anonymisiert in das DIVI-Register einzutragen. 400 Datensätze sind bisher bereits hinterlegt. „Nach Hochrechnungen müssten wir aber etwa 4.500 Schwangere aufgrund von peripartalen Komplikationen oder schweren Begleiterkrankungen wie Sepsis, Herzinfarkt oder Schlaganfall pro Jahr intensivmedizinisch versorgen müssen“, so Standl. „Es ist also noch viel zu tun!“
Ein mögliches Ethik-Votum wurde durch die zuständige Ärztekammer Nordrhein geprüft: Durch die Anonymisierung der Datensätze ist kein Ethik-Votum notwendig, bestätigte diese.
Neue DIVI-Satzung verabschiedet: Die Zukunft der Intensivmedizin ist im Team

Mit 97,2 Prozent angenommen! Die DIVI sendet mit ihrer neuen Satzung ein starkes Signal für die Zukunft der Intensivmedizin und das gelebte interprofessionelle Arbeiten. In einer virtuellen und außerordentlichen Mitgliederversammlung sprach sich am Montagabend eine überwältigende Mehrheit für eine neue Verteilung der stimmberechtigten Vertreter:innen im Präsidium aus. „Die große Gruppe der Gesundheitsfachberufe wird deutlich gestärkt. Sie erhält laut neuer Satzung nun drei Stimmen, wobei mindestens eine durch eine Pflegefachkraft repräsentiert wird“, erklärt DIVI-Präsident Prof. Florian Hoffmann, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Klinikum Dritter Orden München-Nymphenburg. Auch die Junge DIVI werde jetzt mit zwei Stimmen aus Ärzteschaft und Gesundheitsfachberufen in das Präsidium aufgenommen. „Die neue Satzung – und damit das Fundament der DIVI – steht symbolisch dafür, wie wir uns die Intensiv- und Notfallmedizin in der Zukunft vorstellen“, so der Präsident. „Gemeinsam im Team mit wertschätzender Anerkennung der jeweiligen Profession!“
Neue Sprecher:innen der Sektion Organspende und Organtransplantation

Die DIVI-Sektion Organspende und Organtransplantation wird seit Kurzem von Prof. Tobias Piegeler, Geschäftsführender Oberarzt der Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie des Universitätsklinikums Leipzig, als Sprecher sowie Dr. Svitlana Ziganshyna, Ärztliche Leiterin der Stabsstelle Transplantationsbeauftragte am Universitätsklinikum Leipzig, als stellvertretende Sprecherin geleitet. Tobias Piegeler bringt für die Aufgaben der Sektion die klinisch-wissenschaftliche Expertise in der Transplantationsmedizin sowie Erfahrung in strategischer und interdisziplinärer Zusammenarbeit mit. Svitlana Ziganshyna engagiert sich seit vielen Jahren gesundheitspolitisch für die Weiterentwicklung der Organspende in Deutschland.
Umfrage: Therapiezielfindung bei älteren neurologischen Intensivpatient:innen

Therapiezielentscheidungen auf der Intensivstation gehören zum Alltag bei der Betreuung schwer kranker, intensivpflichtiger Patient:innen – sind jedoch häufig sowohl für das Behandlungsteam als auch für die Angehörigen herausfordernd. Die Klinik und Poliklinik für Neurologie des Universitätsklinikums Leipzig bittet deshalb ärztliche wie auch pflegerische Kolleg:innen um die Teilnahme an einer kurzen Umfrage, um Gründe und Muster der Entscheidungsfindung des Behandlungsteams bei älteren neurointensivmedizinischen Patient:innen zu untersuchen.
Vortrag des Monats: Zielwerte für Blutdruck und HZV im OP und auf der Intensivstation

Seit dem März dieses Jahres zeigt die DIVI-Akademie jeden Monat einen ausgewählten Vortrag des vergangenen Kongresses für alle Interessierten. Im April ist es der Beitrag von Prof. Dr. Bernd Saugel, stellvertretender Klinikdirektor im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Er sprach auf dem DIVI25 über Zielwerte für Blutdruck und HZV im OP und auf der Intensivstation. Nach Ablauf des Monats April ist das Video im internen Mitgliedsbereich auf divi.de zu finden.
