Aktuelle Meldungen
Bericht aus dem Präsidium | Teil 3: Gesundheitsfachberufe. Klare Regeln für gelebte Zusammenarbeit

Wie gelingt es, dass in einer interprofessionellen Fachgesellschaft alle Berufsgruppen gleichermaßen Verantwortung übernehmen können? Mit der neuen Geschäftsordnung der Gesundheitsfachberufe schafft die DIVI dafür zum 1. Juli einen verbindlichen Rahmen. „Klare und nachvollziehbare Strukturen sind eine wichtige Voraussetzung für gute Zusammenarbeit“, sagt DIVI-Präsident Prof. Florian Hoffmann. „Sie geben allen Berufsgruppen die Möglichkeit, sich aktiv einzubringen und Verantwortung zu übernehmen.“
Erinnerung: 7500 Euro für praxisnahe und wissenschaftlich fundierte Projekte – DIVI und Philips schreiben Forschungsförderpreis Patientensicherheit 2026 aus

Die Steigerung der Sicherheit von Patient:innen ist eine der drängendsten aktuellen Herausforderungen. Daher lobt die DIVI – unterstützt von der Philips GmbH – wieder den Forschungsförderpreis Patientensicherheit 2026 aus. Wachsende Resilienz, verbesserte Lehr- und Ausbildungskonzepte, optimierte Team-Zusammenarbeit, innovative Versorgungsstrukturen, schonendere diagnostische und therapeutische Methoden, sinnvolle Maßnahmen der Digitalisierung und patientenzentrierte Nutzung von Daten bieten das Potenzial, die Arbeit der medizinischen Teams für die Patient:innen sicherer zu machen, oder Komplikationen und „unbemerkte“ Verschlechterungen, früh zu erkennen oder gezielter reagieren zu können. Eine wissenschaftliche Begleitung solcher Vorhaben soll mit diesem Preis gefördert werden. Dotiert ist dieser mit 7.500 Euro. Deadline ist der 15. August 2026.
ICU-Recovery: Europas Expert:innen treffen sich Ende September in Paris

Weaning, Frühmobilisation und Rehabilitation sind zentrale Bausteine der ICU-Recovery. Wie sie interprofessionell, evidenzbasiert und praxisnah umgesetzt werden können, steht am 26. und 27. September bei der 10. European Conference on Weaning and Rehabilitation in Critically-Ill Patients an der Sorbonne in Paris im Mittelpunkt. Die DIVI-Akademie beteiligt sich an der Ausrichtung des europäischen Kongresses und lädt Intensivmediziner:innen, Pflegefachpersonen sowie Therapeut:innen zum internationalen Austausch ein.
Internationale Kongressteilnahme: „Niemand erwartet Oxford-Englisch“

Neue Impulse, internationale Kontakte und der Blick über den eigenen Tellerrand: Die European Conference on Weaning and Rehabilitation in Critically-Ill Patients bietet Ende September in Paris die Gelegenheit, sich mit Kolleg:innen aus ganz Europa auszutauschen. Warum sich auch eine kurzfristige Teilnahme lohnt, weshalb Sprachbarrieren meist nur im Kopf entstehen und welche Ideen sich unmittelbar in den Klinikalltag mitnehmen lassen, erklärt PD Dr. Peter Nydahl, Sprecher der DIVI-Sektion Intensivmedizinische Frührehabilitation, im Gespräch.
Nicht am falschen Ende sparen: DIVI fordert Kurswechsel beim GKV-Stabilisierungsgesetz

„Jeder Mensch in Deutschland muss sich darauf verlassen können, im medizinischen Notfall schnell und sicher versorgt zu werden. Extreme Wetterlagen wie der Hitzedom der vergangenen Tage, Infektionswellen oder schwere Unglücke lassen sich nicht planen. Umso wichtiger ist es, dass die Krankenhäuser, die unsere Notfall- und Intensivversorgung tragen, wirtschaftlich stabil bleiben. Gesundheitspolitik muss diese Strukturen stärken – und nicht zusätzlich unter Druck setzen.“
Mit diesem Appell richtet sich der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), Prof. Florian Hoffmann (li.), Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Klinikum Dritter Orden München-Nymphenburg, an die Mitglieder des Deutschen Bundestages. Diese entscheiden am Freitag über das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz. Mit einer heute veröffentlichten Stellungnahme fordert die DIVI die Abgeordneten auf, das Gesetz an entscheidenden Stellen nachzubessern.
Noch schnell letzte Plätze sichern: AKI-NET-Kurs im September

Solingen ist beliebt: Nur noch wenige Plätze sind frei. Denn: Die DIVI-Akademie organisiert im HErzen NRWs vom 24. bis 25. September wieder einen zertifizierten AKI-NET-Kurs, ein zweitägiges Blockseminar zum Akuten Nierenversagen und der Nierenersatz-Therapie. Vermittelt werden vor allem interprofessionelle Anwendungen von Nierenersatzsystemen in Theorie und Praxis. Der Kurs ist speziell für erfahrene Ärzt:innen sowie Pflegekräfte auf Intensivstationen konzipiert, um die patientenzentrierte Zusammenarbeit zu fördern.
„Die Nierenersatztherapie beim akuten Nierenversagen ist eine kontinuierliche klinische Entscheidungssituation, in der Timing, Indikation und Individualisierung über Prognose und Komplikationen entscheiden“, so der med-wiss. Leiter des AKI-NET-Kurses, PD Dr. Michael Schmitz, Chefarzt des Städtischen Klinikums Solingen. „Gleichzeitig betrifft die Nierenersatztherapie zentrale Aspekte wie Säure-Base-Haushalt, Ernährung, Medikamentendosierung und die strukturierte Nachsorge – und geht damit weit über die eigentliche Dialyse hinaus. Sie betrifft das gesamte Management unserer Patienten!“
Freuen Sie sich auf einen zweitägigen Kompaktkurs mit zahlreichen Experten an Ihrer Seite.
Veröffentlicht: Orientierungshilfe für eine sichere Infusionstherapie auf Intensivstationen

Für mehr Sicherheit im klinischen Alltag: Die DIVI-Sektion Angewandte Pharmakologie in der Notfall- und Intensivmedizin hat in Kooperation mit dem Bundesverband Deutscher Krankenhausapotheker (ADKA) ein Infusionsschema zur Vermeidung von Inkompatibilitäten auf der Erwachsenenintensivstation entwickelt. Das praxistaugliche Infusionsschema soll helfen, physikalisch-chemische Inkompatibilitäten bei intravenösen Arzneimitteln auf Intensivstationen zu vermeiden. Der Beitrag wurde in der Fachzeitschrift Medizinische Klinik – Intensivmedizin und Notfallmedizin veröffentlicht und ist als Open-Access-Artikel verfügbar.
Vortrag des Monats: Akutes Nierenversagen

Seit dem März dieses Jahres zeigt die DIVI-Akademie jeden Monat einen ausgewählten Vortrag des vergangenen Kongresses für alle Interessierten. Im Juli ist es der Beitrag von Prof. Dr. med. Carsten Willam, leitender Oberarzt, Facharzt für Innere Medizin, Nephrologie und Intensivmedizin sowie Rettungsmediziner am Uniklinikum Erlangen. Er sprach auf dem DIVI25 über Akutes Nierenversagen. Nach Ablauf des Monats Juli ist das Video im internen Mitgliedsbereich auf divi.de zu finden.
„Nierenersatztherapie lernt man nicht nebenbei“

Praxisnah, interdisziplinär und wissenschaftlich fundiert: Gemeinsam mit Prof. Melanie Meersch-Dini (Mitte) aus Münster und Prof. Detlef Kindgen-Milles (rechts) aus Düsseldorf leitet PD Dr. Michael Schmitz (links), Chefarzt am Städtischen Klinikum Solingen, den AKI-NET-Kurs der DIVI-Akademie. Im Interview erklärt er, warum der Workshop weit mehr ist als eine klassische Fortbildung – und weshalb auch erfahrene Intensivmediziner:innen immer wieder Neues mitnehmen.
